9. August 2012
M&A [em aend ei]
M&A

M&A [em aend ei]

Mal ehrlich: Was ist eigentlich M&A? Die Antwort darauf ist nicht nur höchst interessant, sondern in gleichem Maße komplex und vielschichtig. Aber jede komplexe Sache hat eine Struktur, eine innere Logik, eine DNS, die alles miteinander verknüpft und zusammenhält. Wer mehr über M&A und deren DNS erfahren will, dem wird ab heute geholfen. In unserer neuen Blog-Serie werden wir in loser Folge die Grundlagen und wichtige Begriffe aus der M&A-Welt wie Closing, Locked Box und Cap beleuchten.

Folge 1: M&A – Was ist das?

M&A. Was ist das? Zwei Buchstaben, eine einfache Sache. Doch weit gefehlt. Hinter diesen Buchstaben steckt weit mehr!

M&A steht für Mergers and Acquisitions, also Fusionen und Übernahmen. Es geht um den Erwerb von Unternehmen. Unternehmen sind komplexe Gebilde mit vielen Akteuren. Es gibt unternehmensinterne Gruppen, wie Arbeitnehmer, Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichts-, Bei- und Betriebsräte sowie externe Gruppen, wie Kunden, Lieferanten, Banken, Gewerkschaften und Behörden. Irgendwo dazwischen befinden sich Gesellschafter und Aktionäre. Diese verschiedenen Gruppen stehen in vielerlei Rechts, Wirtschafts- und Sozialbeziehungen zum Unternehmen. Sie verfolgen eigene Interessen, die nicht selten gegenläufig sind. Es gibt junge (Start ups) und traditionsreiche Unternehmen; kleine, mittlere und große, robuste und weniger robuste Unternehmen. Unternehmen, die boomen, ins Straucheln geraten und welche, die gestrauchelt sind (Distressed M&A).

Unternehmen stehen auch niemals still. Sie leben, atmen, entwickeln sich in jeder Sekunde ihres Daseins fort; mal gut, mal schlecht, mal überraschend, mal wie von oben geplant. Bilanzen sind nicht mehr als Momentaufnahmen, veraltet, retrospektiv und interpretationsbedürftig. Unternehmen atmen auch nicht im luftleeren Raum. Sie unterliegen dem rechtlichen und politischen Umfeld des Staates, in dem sie ihren Sitz haben, sowie den makro- und mikroökonomischen Einflüssen des Marktes. Das kann auch im Ausland sein. Sind Unternehmen an einer Börse notiert, sind auch deren besondere Spielregeln und Usancen beachtlich. Und das Ganze potenziert sich, wenn Unternehmen ihrerseits Tochter- und Enkelgesellschaften halten.

So viel zum Einstieg. In unseren nächsten Folgen schauen wir uns die DNS genauer an, wenn es um die sechs Schritte einer Firmenübernahme geht.

Tags: Distressed M&A DNS Mergers & Acquisitions Serie


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.