4. April 2014
Arbeitsrecht

Zwei Seiten einer Medaille – oder was ist mit der Psyche los?

Während die einen gestern davon berichteten, dass psychische Erkrankungen durch den Job ein wachsendes Problem seien, sprechen die anderen zeitgleich vom Mythos vom Massenleiden. Insoweit vermag der unbedarfte Leser nicht zu sagen, wie es derzeit mit der psychischem Gesundheit der Menschen, insbesondere der Arbeitenden aussieht. Was ist denn jetzt, möchte man fragen?

Eine klare Antwort scheint es derzeit nicht zu geben.

Da erscheinen Arbeitgeber und Gewerkschaften wie ein Fels in der Brandung, nachdem sie im März auf ihrer gemeinsamen Veranstaltung in Berlin ihr Engagement zum Schutz der psychischen Gesundheit bekräftigten. Vor dem Hintergrund der Schutzziele der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist das nur konsequent. Ein zentrales Thema der Sozialpartner ist die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung in den Betrieben. Wer hiermit – insbesondere dem Thema „psychische Belastungen″ - immer noch nicht in Berührung gekommen ist, sollte endlich aufhorchen.

Die Masse der Informationen, Websites, Beteiligten, Links usw. ist Ihnen zu groß?

Fangen Sie klein an: Die GDA stellt schon seit November 2013 einen ORGAcheck zur Verfügung, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen ihre Arbeitsschutzorganisation überprüfen und verbessern können. In der Basisversion dieses Verfahrens können die Nutzer sechs Bausteine der Arbeits- und Gesundheitsschutzorganisation nacheinander bearbeiten und sich damit durch die zentralen Organisationspflichten des Arbeitsschutzes führen lassen. Der Check ermöglicht die Selbstbewertung durch die Betriebe, erlaubt einen Abgleich mit anderen teilnehmenden Unternehmen und hilft dabei, Maßnahmen festlegen.

Kleiner Wermutstropfen: Was der Seite auch nach längerer Suche leider nicht zu entnehmen ist, ist das Thema Datenschutz – aber das ist eine andere Baustelle.

Tags: GDA Massenleiden ORGAcheck psychische Belastung psychische Gesundheit Schutzziele

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